Ukrainischer Deutschlehrer – und Germanistenverband
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RESOLUTION
der XXVI. UDGV-Tagung
27.-28. September 2019, Iwano-Frankiwsk,
Nationale Wassyl-Stefanyk-Vorkarpaten-Universität
 

Unter dem Titel „Moderne Germanistik auf der Suche nach einer neuen Identität: interdisziplinär, interkulturell, international“ veranstaltete der Ukrainische Deutschlehrer- und Germanistenverband am 27. und 28. September 2019 die 26. Jahrestagung an der Nationalen Wassyl-Stefanyk-Vorkarpaten-Universität in Iwano-Frankiwsk. Etwa 150 Lehrkräfte und WissenschaftlerInnen aus allen Gebieten der Ukraine, sowie aus Deutschland, Österreich, Polen, und der Türkei nahmen an diesem Kongress teil.

Die zweitägige Veranstaltung setzte sich zum Ziel, über Probleme und Perspektiven des Faches Germanistik zu diskutieren und gemeinsam nach möglichen Ansätzen zu suchen.

Die Tagungsteilnehmer sind sich darüber einig, dass moderne Germanistik zahlreichen Schwierigkeiten ausgesetzt ist, die einerseits mit der Heterogenität des Faches, andererseits mit einer Kluft zwischen dessen Lerninhalten und den Herausforderungen der Arbeitswelt verbunden sind.

In einem Dialog zwischen jungen und erfahrenen Kolleginnen und Kollegen wurden Defizite und Potenziale der germanistischen Ausbildung besprochen. Im Ergebnis herrschte Einigkeit darüber, dass die Germanistik wie jede nationale Philologie auch im 21. Jahrhundert viel zu bieten hat, weil sie eine Fülle von Berufsaussichten bietet oder bieten kann.

Auf der Tagung wurden neue Erkenntnisse im Bereich der DaF-Methodik/Didaktik sowie der Theorie und Praxis des DaF-Unterrichts erworben. Aktuelle Schwerpunkte der Germanistik, der kontrastiven Linguistik, der interkulturellen Kommunikation, der Translationstheorie sowie der Literaturwissenschaft im Kulturtransfer wurden angeschnitten und diskutiert.Die Tagungsteilnehmer sind zum Schluss gekommen, dass die germanistische Ausbildung in der Ukraine an folgenden Aufgaben zu arbeiten hat:

  • Umstrukturierung von germanistischen Curricula, damit sie einerseits die wichtigsten Bestandteile der philologischen Ausbildung abdecken, und andererseits – entsprechend den Anforderungen der Zeit – zusätzliche „Nebenmodule“ anbieten, die die philologische Ausbildung für angrenzende Berufsfelder öffnen (Journalistik, Informatik, PR, Lektorat, Geschichte, Politikwissenschaft etc.);
  • Austausch zwischen Germanistik-Studierenden landesweit intensivieren;
  • Internationale Tagungen von und mit Germanistik-Studierenden initiieren und durchführen;
  • Durch Online-Werbung für Deutsch und germanistische Studiengänge Schulabgänger erreichen;
  • Zusammenarbeit mit Schulen vertiefen und Veranstaltungen mit Werbung für das Germanistik-Studium organisieren;
  • Aktive Kooperation mit dem Rat der Deutschen in der Ukraine;
  • Wettbewerbe des UDGV zur Förderung der deutschen Sprache;
  • Fortbildungen für Lehrende und Studierende;
  • Förderung von internationalen germanistischen Projekten;
  • Internationalisierung ukrainischer Germanistik.

In unserer Tätigkeit bauen wir auf die Zusammenarbeit mit unseren ausländischen Partnern wie DAAD, OeAD, Goethe-Institut Ukraine, Hans-Seidel-Stiftung sowie die Botschaften der deutschsprachigen Länder in der Ukraine. Mit ihrer Unterstützung konnten wir bisher zahlreiche Projekte ins Leben rufen. Diese Tatsache kann als weiterer Beweis dafür gelten, dass eine solche Zusammenarbeit inhaltlich höchst gewinnbringend ist, sondern auch das Bestreben des ukrainischen Volkes verkörpert, sich in den westeuropäischen Kultur-, Politik- und Wirtschaftsraum zu integrieren. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für diese Integration sehen wir in der gewissenhaften Verfolgung unserer selbstgewählten Ziele.

   

https://if.vkadri.com/video/kanal-402-ivano-frankivsk-pryiniav-26-i-konhres-asotsiatsii-ukrainskykh-hermanistiv.html

https://www.youtube.com/watch?v=L7GHAnuQXrM&feature=youtu.be

XXV. Jubiläumstagung des UDGV (28.-29. September 2018, Lwiw): https://www.youtube.com/watch?v=AXqou6Qb_Xw&fbclid=IwAR2iOO1wxAozO_IDdSGCiJ1j55p1yEtUqfk1rxIugNElsec0-fDYR3GmL-0

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