Ukrainischer Deutschlehrer – und Germanistenverband
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Mai 2018 haben Prof. Dr. Hermann Scheuringer, der Leiter des Forschungszentrums Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Universität Regensburg (FZ DiMOS), und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dr. Ákos Bitter, eine erste Begegnungsfahrt in die Ukraine gemacht, um sich von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der ethnischen Deutschen und der deutschen Sprache in der Ukraine allgemein ein Bild zu machen. Dabei kam es zu zahlreichen Treffen mit den VertreterInnen des Faches und der Kulturdiplomatie, aus denen erste Projektideen entstanden sind. Inzwischen wurde Frau Prof. Dr. Alla Paslawska in den wissenschaftlichen Beirat des FZ DiMOS berufen und eine erste Konzeptskizze mit dreiThemenbereichen wurde erstellt, die allen Betroffenen und darüber hinaus zugeschickt wurden.

Aus den Gesprächen mit ukrainischen Kolleginnen und Kollegen haben sich zunächst fünf Stränge für zukünftige Projekte herauskristallisiert:

1. Lehngutforschung: deutsches Lehngut im Ukrainischen in der Gemeinsprache und Literatur bzw. fremdes (v.a. jiddisches, polnisches, rumänisches, ukrainisches) Lehngut in der deutschen Sprache, die auf dem Gebiet der Ukraine verwendet wurde.
Das deutsche Lehngut ist einerseits in den verschiedenen historischen Epochen oft über verschiedene Vermittlersprachen ins Ukrainische gelangt. Andererseits erfuhr das Deutsche, das auf dem Gebiet der Ukraine verwendet wurde, vielfältige Einflüsse. Beide Perspektiven gehören zusammen. Projekte aus der historischen Sprachwissenschaft und Translatologie zu dieser Thematik sind willkommen.
Federführend: Univ.-Prof. Dr. Michael Moser, Prof. Dr. Alla Paslawska, Prof. Dr. Maria Ivanytska

2. Deutsche Spuren in der Ukraine als Brücken für ukrainische Deutschlernende zur deutschen Sprache und Kultur
Einerseits gab es in den letzten Jahrzehnten sowohl lokale bzw. regionale Forschung zur Kultur und Sprache der ethnischen Deutschen in der Ukraine, andererseits wurde im Goethe-Institut eine erweiterbare App zu deutschen Spuren erstellt. Informations- und Unterrichtsbegleitmaterialien für diverse Zielgruppen in einer unterschiedlichen medialen Aufbereitung zu konzipieren, erproben und erstellen bzw. die App des Goethe-Institutes zu erweitern ist die Aufgabe dieser Projektgruppe.
Federführend: Prof. Dr. Natalia Borysko, VolodymyrLeysle, Henning Radke

3. Studienwochen „Galizien und Bukowina interregional-international“
Die von Univ.-Prof. Dr. Alois Woldanseit zwanzig Jahrenorganisierten Sommerschulen in Lemberg/Lvivbrachten bisher reiche Erfahrungen samt einem Netzwerk von Kontakten. Auch auf die einschlägigen Kontakte von Prof. Dr. Katrin Boeckh(u.a. BKM-Projekt Sommerschule „Deutsche Lebensbilder aus Galizien“, 2017) können wir zurückgreifen. An der Universität Czernowitz/Tscherniwzi werden seit langen Jahren Sommeruniversitäten mit literarischer Thematik veranstaltet.
Die Studienwochen sollen jedes Jahr für eine Woche Dozierende wie Studierende von Universitäten auf dem Gebiet des ungeteilten, d.h. interregionalen und internationalen Galizien und der Bukowina, und ihre Partner ansprechen, sich aus dem Gesichtspunkt der deutschen Sprache und Kultur mit ihren vielfältigen Anknüpfungen zu anderen Sprachen und Kulturen im Zielgebiet auseinanderzusetzen. Linguisticlandscaping wie oral history können geeignete Ausgangspunkte sein. Eine Zusammenarbeit mit den anderen Projektgruppen wie die Entstehung weiterer einschlägiger Projektideen sind vorstellbar.
Federführend:Univ.-Prof. Alois Woldan, Prof. Dr. OlehTurij, Prof. Dr. Katrin Boeckh, Hans Christian Heinz M.Sc. bzw. Prof. Dr. Peter Rychlo, Dr. Oksana Matyjchuk


Wir bitten mit einschlägigen Projektideen um eine Anmeldung bis 31. Oktober 2018 bei Dr. Ákos Bitter (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Für Fragen stehen er wie die Federführenden der einzelnen Gruppen zur Verfügung.

Leiten Sie bitte dieses Schreiben an mögliche InteressentInnen weiter. Melden Sie sich bitte, wenn Sie an einem der bisher vorgestellten Themen Interesse oder Fragen haben. 

 

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